Jugend debattiert 2015

„Jugend debattiert international“ –

Eine Zusammenarbeit des Gymnasiums Sami Frashëri Tirana und des Loyola-Gymnasiums Prizren

Vom 12.-14. November 2015 nahmen insgesamt 14 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Sami Frashëri Tirana (Albanien) und des Loyola-Gymnasiums Prizren (Kosovo) an einem Workshop und einer Debattenrunde für das Projekt „Jugend debattiert International“ in Tirana teil. Es war der Gegenbesuch der kosovarischen Schüler in Albanien, nachdem im Juni 2015 der Startschuss mit ersten Diskussionsübungen und einer Probedebatte am Loyola-Gymnasium Prizren gegeben worden war. Zwei Tage lang lernten die albanischen und kosovarischen Schüler mithilfe von Übungen und Videos, in Partner- und Gruppenarbeit und im Plenum, worauf es bei einer gelungenen Debatte ankommt: Sachkenntnis, Ausdrucksfähigkeit, Gesprächsführung und Überzeugungskraft. Dabei wurde in Tirana auf die Vorarbeit aus dem Frühsommer in Prizren angeknüpft.
Organisiert und durchgeführt wurde der Workshop vom Leiter der bilingualen Albanisch-Deutschen Abteilung am Gymnasium Sami Frashëri, Herrn Herbert Mühlfeit, sowie der Programmlehrerin Sylka Friedrich-Metaliaj. Die Prizrener Gruppe begleitete der Fachschaftsberater mit Länderkoordination in Kosovo, Herr Richard Purschwitz.
Obwohl die Schüler zuvor in ihrem regulären Deutschunterricht kaum mit streng reglementierten, thematisch anspruchsvollen Debatten zu tun hatten, zeigte die abschließende Debatte eindrucksvoll, auf welch hohem Niveau junge Leute zu diskutieren imstande sind. „Ich hätte zunächst nicht geglaubt, dass sich eine solch gelungene Schlussdebatte erreichen lässt“, gab sich Herr Purschwitz zunächst skeptisch, „aber die gezeigten Leistungen haben mich tief beeindruckt.“

In Prizren hatte man im Juni noch eine weniger streng geregelte Diskussion zum Thema „Wahlpflicht – pro oder contra“ abgehalten. In Tirana debattierte nun ein jeweils gemischtes kosovarisch-albanisches Team über „Nationalstolz als ‚Bürgerpflicht‘“, was ebenfalls thematisch sehr anspruchsvoll war. Ein Schüler als Zeitwächter achtete streng auf die Einhaltung der zeitlichen Vorgaben und eine Schülerjury beurteilte schließlich die gezeigten Debattierleistungen nach vorgegebenen Kriterien.
Der Erfolg der Debatte und auch der hervorragende Teamgeist der Schüler führten zum Wunsch, dieses Projekt weiter voranzutreiben: „Wir sollten uns darum bemühen, dass Albanien und Kosovo in den Kreis der Länder aufgenommen werden, die offiziell am Wettbewerb ‚Jugend debattiert International‘ teilnehmen dürfen“, meinte Herr Mühlfeit am Ende der dreitägigen Veranstaltung.
Doch unabhängig davon motivierte der Workshop in Tirana, die Zusammenarbeit der beiden ZfA-Schulen zu „Jugend debattiert“ in den kommenden Jahren fortzusetzen.

Richard Purschwitz
Herbert Mühlfeit
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(alle Bildrechte gesichert durch Einverständniserklärungen)
(Bilder: Richard Purschwitz und Arta Hoxha)

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Eindrücke von der Erstbegegnung im Rahmen von „Jugend debattiert“ im Juni 2015 in Prizren:

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