Hyperions: In Indien entsteht die autarke Ökostadt der Zukunft

Hypernios: In Indien entsteht die autarke Ökostadt der Zukunft

Ökostadt
                            http://goo.gl/9yzFfI

 

 

 

 

 

 

Autarke Baukonzepte sind voll im Trend. Schon Häuser, die sich selbst mit Energie versorgen können, fußen oft auf beeindruckende Ideen. Umso beeindruckender ist es, wenn eine ganze Stadt energieautark betrieben werden kann. Ein solches Konzept kommt nun vom Architekturbüro Vincent Callebaut: Eine moderne Ökostadt mit autarkem Energiekonzept und mit geringem Wasserverbrauch. Die Stadt “Hyperions” soll in Indien nahe der Stadt Neu-Delhi vom Reißbrett in die reale Umsetzung überführt werden.

Sechs Türme bilden einen Öko-Wohnkomplex

Vincent Callebaut brachte uns schon Ideen wie Utopia City, eine schwimmende Stadt auf einer Art Insel. Nun also entsteht nach den Visionen des Architekten in Indien “Hyperions”, ein in die Höhe gebautes, autarkes Dorf, das Platz für rund 1000 Wohnungen, Büros und Co-Working Spaces bieten soll. Hyperions soll aus sich 128 Meter hohen Türmen bestehen, die jeweils 36 Stockwerke haben. Entstehen soll die Stadt in der Stadt Jaypee in der Nähe von Neu-Delhi. Entworfen wurde die Öko-Stadt von dem indischen Agrarökologen Amlankusum und seiner Frau Kamalesh, die Städteplanerin ist. “Wir beide träumen davon, Jaypee in Wildnis zu verwandeln. Wir wollen es mit Leben erfüllen und zu einer Natur-Stadt machen, die organisch, dicht und so flexibel wie nötig ist und die ein starkes fruchtbares Potenzial hat”, erklärt Amlankusum.

Hyperions produzierte einen Energieüberschuss

Hyperions besteht zu 75 Prozent aus natürlichen Materialien, allen voran Holz, das in einem lokalen, nachhaltig beforsteten Wald abgeholzt wurde. Auf Beton und Stahl wird beim Bau weitgehend verzichtet, lediglich beim Fundament und dem Grundgerüst kann nicht auf die Materialien verzichtet werden. Trotzdem sollen die Türme auch ein Erdbeben oder einen Brand überstehen können. Die Struktur soll außerdem hervorragende Dämmungseigenschaften haben und einen guten Schallschutz bieten. Der besondere Clou an Hyperions: Die kleine Stadt soll sich komplett selber mit Energie
versorgen können und dabei mehr produzieren, als die Bewohner letztlich verbrauchen. Für die Energieproduktion sind Solarzellen an den Fassaden, auf den Balkons und auf den Dächern der Stadt zuständig. Außerdem wird aus den organischen Abfällen Energie gewonnen. Die Beleuchtung der Türme übernehmen Lampen, die mit Hilfe von kleinen Windturbinen ihren eigenen Strom produzieren.

Geringer Wasserverbrauch und natürliche Klimatisierung

Der Wasserverbrauch soll etwa 90 Prozent unter dem Durchschnitt liegen. Und das, obwohl Hyperions über einen natürlichen Pool verfügt. Auffangbecken fangen Regenwasser auf, und ein ausgeklügeltes Recyclingsystem bereitet verbrauchtes Wasser wieder auf, sodass damit Gärten mit Obst und Gemüse bewässert werden können. Ein Aquaponik-System sorgt derweil fürfrischen Fisch.

Und auch die Klimatisierung der Anlage erfolgt auf natürlichem Weg. Ein System von Windschloten fängt Luft ein und leitet diese in das Innere des Komplexes. Unterwegs wird die Luft durch die Erdwärme je nach Jahreszeit und Temperatur entweder gekühlt oder erwärmt. Die Anlage soll zwischen 2020 und 2022 fertiggestellt sein.

7 Kommentare zu Hyperions: In Indien entsteht die autarke Ökostadt der Zukunft

  1. Weisseblume sagt:

    ich denke die wahl von indien und insbesonders von neu dehli als bauort ist sehr strategisch, weil indien selbst dafür kämpft, die grüne gebiete zu schützen und so nachhaltig wie möglich zu leben. trotzdem das lebensstil in hohgebäuden würde den indischen bürger nicht anpassen, denn sie sind dran gewöhnt, in kleinen konstruktionen ohne viele etagen zu leben, damit sie in kontakt mit dem boden und mit der natur kommen können. danke 🙂

  2. Egnis Sejfullai sagt:

    Die Idee einer autarke Oekostadt finde ich richtig toll,aber diese total ideale Konstruktion mit so eine ganz gut organisierter Stadt die sich komplett selber mit Energie versogen kann,gibt mir einfach den Eindruck dass es um ein Traumstadt geht aber an dieser Stelle,wuerde ich auch gern “unterstreichen”dass diese oekologische Bauweise eine enge Beziehung mit der Umwelt kultiviert.So wie ich auch oben erwahnt habe ,sehe ich “Hyperions”bischen utopich an ,aber sowieso lass ich mich bis 2022 ueberraschen.

  3. Sheri Garunja sagt:

    Das Projekt einer ökologischen Stadt finde ich ausgezeichnet und die Tatsache, dass es mit so vielen auf einer realen Basis beeindruckenden Einzelheiten durchgeführt zu werden ist, ist was mich ziemlich surprisiert, da es einfach nur zu schön um real zu sein klingt. Was ich daran kritisch sehe ist, dass es eine sehr lange Zeit brauchen wird, bis die Bevölkerung sich an solchen Umstände gewöhnt und bei den Katastrophen sehe ich auch ein Problem , besonders da 75% der Materialien natürlich sind, und ich vermute, dass sie Erdbeben oder Tsunamis nicht so ganz gut vertragen können. Wie geht’s dann?

  4. Igli Manaj sagt:

    Die Basis der ganzen autarken Stadt soll ja aus Beton bestehen, deswegen ist es mit den naturlüchen Schwierigkeiten gerechnet worden. Sollte die Wahl des Ortes, an dem das Projekt umgesetzt werden soll, in meiner Hand liegen, würde ich die sich in Süd- und Ostasien befindenden Länder ausschließen, da man dort sich mehr Sorgen um die natürlichen Katastrophen machen muss, da dieser Teil der Erde sehr bekannt für Erdbeben, Erdrutschen ist.
    Ansonsten halte ich da Projekt für sehr beeindruckend, obwohl die anfallenden Kosten gar nicht betrachtet werden.

  5. Iris Kongo sagt:

    Es sieht sehr utopisch aus, meiner Meinung nach. Es kann nicht so autark funktionieren, weil nachhaltig bedeutet dass alle “Bestandteile” in einer Wirkungsgefüge funktionieren sollen.

  6. Iris Kongo sagt:

    Und warte schon darauf, was nächste Woche als “Thema der Woche” ausgesucht wird. Weiter so!

  7. SFG sagt:

    Die Kostenfrage ist sicherlich ein entscheidender Aspekt, der nicht erwähnt wird. Trotzdem ein mutiges Projekt in einem der ärmsten Länder der Welt mit großen ethnischen und sozialen Gegensätzen. Ich würde mir wünschen, dass man auch in Albanien mehr Mut aufbringt, ökologische Fragestellungen anzupacken und ein großes Vorzeigeprojekt wäre zum Beispiel eine Möglichkeit mit beachtlicher Außenwirkung.

Schreibe einen Kommentar