Die offene Ganztagsschule: Vor- und Nachteile

Die offene Ganztagsschule: Vor- und Nachteile

Ganztagsschule

 

 

 

 

 

Eine offene Ganztagsschule ist eine Einrichtung, die Schülern sowohl Unterricht als auch Möglichkeiten für die Freizeitbeschäftigung bietet. Ein Vorzug der Einrichtungen besteht in dem offeneren Umgang zwischen Lehrern und Schülern sowie der positiven Auswirkung auf das Sozialverhalten der Kinder.

Die offene Ganztagsschule und ihr Konzept

Schüler einer Ganztagsschule verbringen den gesamten Tag in dieser Einrichtung. Ähnlich wie beim Schulhort geht die Betreuung Ihrer Kinder dabei über den Schulbetrieb hinaus. Unterrichts- und Freizeit sind klar strukturiert – für die Schüler endet der Schultag im Regelfall zwischen 16 und 17 Uhr. Auf Ihren Wunsch hin ist in einigen Einrichtungen außerdem eine Spätbetreuung möglich. Damit sich eine Einrichtung als “offene Ganztagsschule” bezeichnen kann, muss der vormittägliche Unterricht an mindestens drei Tagen in der Woche durch ein darüber hinausgehendes Angebot fortgesetzt werden.

Diese Freizeitangebote müssen mindestens sieben Zeitstunden umfassen. Der Unterschied zu teilweise gebundenen und voll gebundenen Ganztagsschulen besteht darin, dass die Teilnahme an Nachmittagsaktivitäten freiwillig erfolgt.

Die Vorteile einer Ganztagesschule

Ein Vorteil der offenen Ganztagsschule besteht in einer Vielfalt der Lernformen, dank derer Ihre Kinder und Lehrer zugleich intensiver, aber lockerer zusammenarbeiten. Ein positiver Nebeneffekt ist auch der stärkere Zusammenhalt der Schüler untereinander, da die Klassengemeinschaften mehr gemeinsame Zeit in der Einrichtung auch unabhängig vom Unterricht verbringen. Die offene Ganztagsschule dient zur Nachmittagszeit als Veranstaltungsort diverser sportlicher und künstlerischer Tätigkeiten, die Ihre Kinder in ihren entsprechenden Interessen fördern.

Fächerübergreifende Projekte finden idealerweise ebenfalls Raum in der Tagesplanung. Der wichtigste Pluspunkt besteht daher darin, dass der Nachmittag vielmehr für ein lockeres Zusammensein und nicht für strenge erzieherische Betreuung genutzt wird. Die Kultusministerkonferenz hat allerdings auch die Verknüpfung der Angebote nach dem Unterreicht mit dem Schulstoff vorgeschrieben, sodass drei Viertel der Ganztagsschule laut der Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (StEG) entsprechende Förderangebote organisieren.

Das bedeutet diese Schulform für Eltern

Ein wichtiger Vorteil, wenn Ihre Kinder eine offene Ganztagsschule besuchen: Sie können sich ohne zusätzlichen Organisationsaufwand Ihrer beruflichen Tätigkeit widmen. Die Betreuungssituation ist klar geregelt und für eine sinnvolle und abwechslungsreiche Freizeitgestaltung ist gesorgt. Dabei müssen Sie nicht befürchten, dass Ihr Nachwuchs sich mit fragwürdigem Zeitvertreib wie übermäßigem Fernsehen beschäftigt. Lästige und zeitraubende Fahrtwege zwischen Schule, Sportverein oder Musikschule entfallen für Sie als Eltern und Ihre Kinder.

Ein Nachteil der Ganztagsschulen ist allerdings, dass Sie zunehmend pädagogischen Einfluss auf Ihre Kinder verlieren. Kritische Stimmen lassen außerdem verlauten, dass Schüler zu viel Freizeit einbüßen und gleichzeitig in den Schulen überfordert werden könnten. Die offene Ganztagsschule ist durch das Unterrichtsangebot am Vormittag und freiwillige Freizeitaktivitäten allerdings ein Kompromiss zwischen Halbtags- und Ganztagsschule.

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